Buchtipp: Boomerang von Tilmann Domke

Boomerang

Was, wenn manche Menschen immer wieder in unser Leben zurückkehren – wie ein Boomerang?

Genau diese Frage steckt für mich in Boomerang von Tilmann Domke.

Und vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so gepackt, weil ich selbst vor vielen Jahren einmal einen SMS-Roman geschrieben habe. Dieses Erzählen über Nachrichten, Dialoge, kleine Andeutungen und das, was zwischen den Zeilen passiert, kenne ich also sehr gut.

Manchmal kann eine einzige Nachricht mehr auslösen als drei Seiten Beschreibung.

Bei Boomerang geht es um Nähe und Distanz, Nachrichten und Telefonate, Begegnungen, Rückzüge – und um dieses schwer erklärbare Gefühl, dass manche Verbindungen noch nicht zu Ende erzählt sind.

Ich war jedenfalls ziemlich schnell drin.
90 Minuten später war ich durch. 😅📚
Und das ist wahrscheinlich eines der besten Komplimente, die man einem Buch machen kann.

Besonders charmant finde ich außerdem die Verbindung zur realen Welt: Die Geschichte spielt an tatsächlich existierenden Orten – in Köln, Berlin, Hagen, Dortmund oder Königswinter. Im Buch gibt es sogar ein eigenes Verzeichnis dieser Schauplätze.

Und dann sind da noch die Rezepte: Sophies Chili, Königsberger Klopse, Rotwein-Hähnchen, Lachs in Chili-Sahnesauce, Club-Sandwich oder Whiskey Sour.

Also irgendwie: Roman trifft Chat, Liebe, echtes Leben und Genuss.

Und eine Frage bleibt hängen:

Kommt manches zurück, weil es füreinander bestimmt ist?

Vielleicht braucht es darauf gar keine eindeutige Antwort.

Aber genau das sind für mich die Geschichten, bei denen man am Ende unbedingt wissen möchte:

Wie viel davon ist eigentlich erfunden – und wie viel wirklich passiert?

Danke, Tilmann Domke, für diese ungewöhnliche Reise. ❤️📚

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