Was ich von den Frankfurt Future Talks über Corporate Influencing mitnehme
Manche Abende fühlen sich nicht wie Veranstaltungen an, sondern wie ein Gespräch, das längst überfällig war.
Die Frankfurt Future Talks waren genau so ein Abend.
Nicht laut. Nicht inszeniert.
Sondern geprägt von echten Fragen, offenen Perspektiven und dem ehrlichen Versuch zu verstehen, wie Kommunikation heute eigentlich funktioniert.
Im Zentrum stand ein Thema, das mich schon lange begleitet:
Corporate Influencing – oder die Frage, wie Marken eine glaubwürdige Stimme bekommen.
Sichtbarkeit ist heute etwas anderes
Früher bedeutete Sichtbarkeit vor allem Reichweite.
Heute bedeutet sie Vertrauen.
Und Vertrauen entsteht nicht durch Kampagnen, sondern durch Menschen.
Durch Haltung.
Durch Kontinuität.
Durch Dialog.
Genau deshalb verschiebt sich gerade etwas Grundlegendes in der Unternehmenskommunikation:
Wir folgen weniger Logos –
und mehr Persönlichkeiten.
Das ist keine Marketing-These.
Das ist gelebte Realität in digitalen Räumen.
Zwischen Kontrolle und Vertrauen
Was mich in der Diskussion besonders beschäftigt hat, war das Spannungsfeld, in dem sich Unternehmen bewegen:
- Wie viel Freiheit dürfen Mitarbeitende in ihrer Kommunikation haben?
- Wie viel Steuerung braucht eine Marke?
- Und was passiert, wenn Sichtbarkeit plötzlich an einzelne Personen gebunden ist?
Darauf gibt es keine einfachen Antworten.
Aber vielleicht eine wichtige Erkenntnis:
Glaubwürdigkeit lässt sich nicht delegieren.
Sie entsteht dort, wo Unternehmen bereit sind, Vertrauen zu geben –
und wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Corporate Influencing ist deshalb weniger ein Kommunikationsinstrument
als vielmehr eine Frage von Unternehmenskultur.
Der eigentliche Wert liegt im Dazwischen
So spannend Panels auch sind –
die wirklichen Gedanken entstehen oft danach.
Zwischen zwei Gesprächen.
Am Rand des Raums.
In den leisen Momenten ohne Mikrofon.
Dort wird aus Zuhören Austausch.
Aus Positionen werden Perspektiven.
Und aus einem Event wird Beziehung.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis des Abends:
Zukunft entsteht nicht auf der Bühne.
Sondern im Dialog.
Warum mich dieses Thema weiter begleiten wird
Corporate Influencing ist kein kurzfristiger Trend.
Es ist Ausdruck eines tieferen Wandels:
Kommunikation wird persönlicher.
Führung wird sichtbarer.
Verantwortung wird öffentlicher.
Und genau darin liegt eine große Chance –
für Unternehmen,
für Mitarbeitende,
und für die Art, wie wir miteinander über Wirtschaft, Wandel und Zukunft sprechen.
Ich nehme aus diesem Abend vor allem eines mit:
Marken müssen nicht lauter werden.
Sie müssen echter werden.
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