Sean Giddens in Finfluencer Circle TV
Als ich auf der Cashflow Konferenz stand und in ein Meer aus jungen Gesichtern blickte, wurde mir eines sehr klar:
Finanzielle Bildung ist längst kein Randthema mehr. Sie ist angekommen – mitten in einer Generation, die Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen will.
In einer aktuellen Ausgabe von Finfluencer Circle TV habe ich mit Sean Gidens (26) gesprochen, Mitgesellschafter der Cashflow Konferenz. Das Interview wird zusätzlich über DUP Inside Finance distribuiert – ein Zeichen dafür, dass das Thema auch im etablierten Finanz- und Wirtschaftsumfeld zunehmend an Relevanz gewinnt.
Von 3.000 auf 10.000 – in weniger als einem Jahr
Die Cashflow Konferenz startete im Juli 2024 mit einem klaren Ziel: finanzielle Bildung greifbar, zugänglich und zeitgemäß zu vermitteln. Bereits das erste Event in Stuttgart zog rund 3.000 Teilnehmende an. Was danach folgte, war ein Wachstum, das selbst die Macher überrascht hat.
Die zweite Ausgabe in Frankfurt brachte rund 8.000 Besucher:innen zusammen. Heute spricht das Team von einem Ökosystem mit etwa 10.000 Teilnehmenden – vor allem junge Menschen, die sich aktiv mit Vermögensaufbau, Altersvorsorge und Investitionen beschäftigen.
Warum gerade jetzt?
Sean bringt es im Gespräch auf den Punkt: Die Rentenlücke ist real. Und sie ist spürbar. Wer heute jung ist, weiß, dass finanzielle Sicherheit kein Selbstläufer mehr ist.
Immobilien, Krypto – und der Wunsch nach Einordnung
Inhaltlich deckt die Cashflow Konferenz ein breites Spektrum ab:
- Immobilien & Real-Estate-Investments
- Kryptowährungen & Blockchain
- ETFs, Zertifikate & Kapitalmarkt-Grundlagen
- Optionshandel & weiterführende Strategien
Der Immobilienfokus ist kein Zufall. Mitgründer Tobias Clarens kommt aus dem Real-Estate-Bereich und hat sich dort über Jahre als Personal Brand etabliert. Gleichzeitig zeigt sich die Stärke des Formats genau dort, wo viele Konferenzen schwächeln: Zuhören.
Die Community wünschte sich mehr Transparenz und Einordnung bei Kryptowährungen – also wurde der Education-Faktor im Krypto-Bereich gezielt ausgebaut. Bei der letzten Konferenz standen rund 170 Speaker:innen auf den Bühnen. Ein organisatorischer Kraftakt, der jedoch eine enorme inhaltliche Vielfalt ermöglicht.
Keine Messe. Eine Plattform.
Was die Cashflow Konferenz von klassischen Finanzmessen unterscheidet, ist ihr Selbstverständnis.
Hier geht es nicht um Hochglanzstände oder aggressive Produktverkäufe, sondern um Wissen, Austausch und Impulse.
„Unsere Teilnehmenden sind unser wichtigstes Asset“, sagt Sean im Interview.
Partner und Aussteller werden bewusst ausgewählt – nach einem einfachen Kriterium: Passen sie zum Anspruch von Financial Education?
Diese Haltung ist spürbar. Und sie ist vermutlich einer der Gründe für den Erfolg.
Gründen mit Fokus – nicht mit Hektik
Sean bewegt sich als junger Unternehmer zwischen Partnerships, Sales und Projektmanagement. Sein wichtigstes Learning aus dieser Phase fasst er in einem Satz zusammen, der mir hängen geblieben ist:
„Slow Motion is better than no Motion.“
In einer Welt, die ständig nach Geschwindigkeit schreit, ist das fast schon radikal. Aber genau darin liegt die Stärke: Fokus, Priorisierung und tägliche Umsetzung schlagen blinden Aktionismus.
Warum mich das persönlich optimistisch stimmt
Als Gründerin des Finfluencer Circle beschäftige ich mich seit Jahren mit Finanzkommunikation. Ich habe viele Formate gesehen – und viele kommen und gehen.
Was hier entsteht, fühlt sich anders an.
Wenn tausende junge Menschen freiwillig ihre Zeit investieren, um sich mit ETFs, Immobilien, Krypto und Altersvorsorge auseinanderzusetzen, dann ist das kein Hype.
Dann ist das ein kultureller Wandel.
Die nächste Cashflow Konferenz findet am 3. und 4. Juli statt.
Ich bin gespannt, wie sich dieses Ökosystem weiterentwickelt – und ehrlich gesagt: auch ein bisschen stolz, es begleiten zu dürfen.
